Interview

Interessent: . . .Und wie arbeiten Sie eigentlich?

K.U.: à la Klaus Uhl !

I.: Aha, . . . . und was heißt das?

K.U.: Je länger ich arbeite, desto mehr fließen die einzelnen Methoden zusammen zu einem Ganzen, einem Eigenen. Bildlich gesprochen habe ich eine Werkzeugkiste neben mir stehen mit viel verschiedenen Werkzeugen; und je nach Mensch, nach Anliegen nutze ich mehr das eine oder das andere . . .

I.: Und was ist da so alles in Ihrer Kiste ?

K.U.: ein Medizinstudium, eine Facharztausbildung in Psychiatrie mit 6 J. Klinikerfahrung. Eine Gestaltausbildung (Arbeit im Hier und Jetzt, Rollenspiel, kreative Medien. .), Körpertherapieausbildung (Umgang mit Nähe, mit heftigen Gefühlen..), Imagination; C.G.Jung (Träume, Schattenarbeit, kollektives Unbewusste); Aufstellungsarbeit (Familien, Systeme, Erfassen und Lösen von Verstrickungen über mehrere Generationen). In den letzten Jahren ist die Traumatherapie dazu gekommen.

I.: Das ist ja fast verwirrend.

K.U.: Nicht wirklich, denn bei der Arbeit (und im Leben) ist das alles in eine von meiner spirituellen Heimat getragenen Grundhaltung eingebettet. Von da kommt Kraft, Zuversicht und Achtung. Die nötig ist, um jemandem helfen zu können, für sein ganzes Leben Verantwortung zu übernehmen und auch in einem schweren Schicksal einen Sinn sehen zu können.

I.: Und was nutzen Sie in den Seminaren?

K.U.: Schwerpunktmäßig die Aufstellungsarbeit, als lösungsorientierten Ansatz, der – vergleichbar einer Röntgenaufnahme – so nicht sichtbare Strukturen und Zusammenhänge erkennen und lösen läßt. Die anderen Elemente geben als Background Sicherheit, werden je nach Seminar und Situation auch mit genutzt (s.v.).

I.: Und wie lange machen Sie das schon ?

K.U.: Als Arzt arbeite ich seit 40 J., in eigener Praxis als Psychotherapeut seit 33 J. Und die Aufstellungsarbeit als wertvolle Ergänzung ist vor 24 J. dazugekommen. Ich bin 67 J., seit 31 J. verheiratet, wir haben einen 28 jährigen Sohn.